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ViLeS 2

Einführung in die Komponente "ViLeS - 2" zur induktiven Statistik

1. Die Beziehung zwischen deskriptiver und induktiver Statistik

  • In ViLeS 1 wurde gezeigt, wie die Parameter zur Charakterisierung einer empirischen Merkmalsverteilung (Mittelwerte, Streuungsmaße usw.) berechnet und wie mit Hilfe geeigneter Maßzahlen statistische Zusammenhänge zwischen verschiedenen Variablen unterschiedlichen Skalenniveaus analysiert werden können.

  • Dabei wurde stets von Daten ausgegangen, die aus einer empirischen Erhebung resultieren. Zwischen den Daten aus einer Stichprobe und denen aus der Grundgesamtheit wurde nicht unterschieden.

  • Wenn im Regelfall keine Vollerhebung möglich ist, wird nur ein kleiner Teil (eine Stichprobe) jener Grundgesamtheit erfasst, über deren Merkmalsverteilungen gleichwohl möglichst zuverlässige Aussagen getroffen werden sollen.

  • So werden beispielsweise im Rahmen einer Wahlprognose (Sonntagsfrage) nur etwas mehr als tausend Personen befragt, die Ergebnisse sollen dennoch zuverlässige Aussagen über das Wahlverhalten von Millionen von Wählern ermöglichen.

  • Die Zielsetzung der induktiven Statistik besteht demnach darin, den Schluss von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit, aus der diese Stichprobe stammt, theoretisch zu legitimieren und praktisch durchführbar zu machen.

2. Die Beziehungen zwischen Grundgesamtheit und Stichprobe

  • Einerseits stammt die Stichprobe aus einer konkreten Grundgesamtheit und muss nach einem strikten Zufallsprinzip daraus gezogen werden. Anderseits sollen die Ergebnisse der Stichprobe zutreffend auf die Grundgesamtheit zurückgespiegelt werden.

  • Abbildung I-1: Schluss von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit


  • Dabei wird eine Aussage über die Grundgesamtheit stets nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit möglich sein, oder anders ausgedrückt: Jeder Schluss von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit ist stets mit einer gewissen Irrtumswahrscheinlichkeit behaftet.

3. Die wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlagen der schließenden Statistik

a) Die Konzepte der Wahrscheinlichkeitsrechnung

  • Die Sicherheit, mit der von den Parametern der Stichprobe auf die Parameter der Grundgesamtheit geschlossen werden kann, hängt davon ab, ob die Stichprobe die Struktur der Grundgesamtheit hinreichend wiedergibt.

  • Diese Frage lässt sich mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitstheorie beantworten. In diesem Kapitel werden dazu die grundlegenden Begriffe Zufallsereignisse und deren Wahrscheinlichkeiten definiert.

b) Die theoretischen Wahrscheinlichkeits-Verteilungen

Die Verteilungen der Parameter einer Stichprobe lassen sich mittel mathematischer Funktionen beschreiben. In diesem Kapitel werden die grundlegenden Verteilungen für die verschiedenen Parameter vorgestellt:

  • Die Verteilung des Anteilswerts kann über die Binomialverteilung,

  • die Verteilung des Mittelwerts kann über die t- Verteilung und die Normalverteilung,

  • und die Verteilung der Standardabweichung kann über die Chi-Quadrat-Verteilung

beschrieben werden. Für große Stichproben lassen sich alle Verteilungen durch die Normalverteilung approximieren.

c) Die Verteilungen der Parameter einer Zufallsstichprobe

In diesem Kapitel werden die konkreten Formen der theoretischen Verteilungen für die genannten Stichprobenparameter unter den Bedingungen der Stichprobengröße und von Zusatzinformationen spezifiziert.

4. Die Konzepte des Schlusses von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit

Induktionsschlüsse von einem Stichprobenparameter auf den entsprechenden Parameter der Grundgesamtheit sind auf zwei Arten möglich:

  • Die erste Variante besteht in der Formulierung einer Hypothese über den Parameter der Grundgesamtheit in der Form, dass dieser Parameter einen bestimmtem Wert hat oder in einem bestimmten Wertebereich liegt. Die Stichprobe dient dann dazu, die Plausibilität dieser Hypothese zu prüfen. Dies geschieht mittels eines sog. Hypothentests.

  • Oft liegen keine geeigneten Informationen vor, die die Formulierung einer Hypothese erlauben, oder die formulierte Hypothese muss aufgrund der Stichprobe zurückgewiesen werden. Dann kann man eine sog. Konfidenzschätzung durchführen. Dabei wird auf der Basis der in der Stichprobe ermittelten Parameter ein Vertrauensbereich für den Parameter der Grundgesamtheit bestimmt.

5. Kapitelübersicht

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus. Wenn Sie keine Vorkenntnisse besitzen, sollten Sie die Kapitel der Reihe nach durcharbeiten.
Ansonsten können Sie hier das für Sie relevante Kapitel direkt aufrufen:

Kapitel 1 : Kap. I Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Kapitel 2 : Kap. II Theoretische Verteilungen

Kapitel 3 : Kap. III Stichprobenverteilungen

Kapitel 4 : Kap. IV Hypothesentests

Kapitel 5 : Kap. V Konfidenzschätzungen


allgemeines Material

letzte Änderung am 26.10.2017 um 5:52 Uhr.

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